Forexfix Glossar

Abwertung

Eine Abwertung (oder Währungsabwertung) bezeichnet die Verminderung des nominalen Wechselkurses der eigenen inländischen Währung gegenüber der Mengennotierung einer Fremdwährung. In diesem Beispiel wertet der Dollar gegenüber dem Euro ab, wodurch mehr Dollar für die gleiche Anzahl an Euro eingetauscht werden können: 1 EUR zu 0,78 USD -> 1 EUR zu 0,80 USD.

Akkreditiv

An einem Akkreditiv (oder Commercial Letter of Credit) sind ein Importeur, ein Exporteur und mindestens eine zwischengeschaltete Akkreditivbank beteiligt. Die Idee eines Akkreditivs ist, dass der Austausch von Geldmitteln gegen Waren erst stattfindet, sobald der Akkreditivbank genügend Nachweise für die Erfüllung des Vertrages vorliegen. Ein Akkreditiv soll Sicherheit bei Geschäften mit unbekannten Geschäftspartnern stiften.

Amerikanische Option

Eine amerikanische Option kann an jedem Tag vor dem Fälligkeitsdatum ausgeübt werden.

API

Eine API ist eine Programmierschnittstelle (application programming interface), die einer Anwendung den Zugriff auf die Datenbank einer zweiten Anwendung ermöglicht.

Arbitrage

Ein Arbitragegeschäft liegt vor wenn ohne aufgenommenes Risiko durch Preisunterschiede von Währungen, Waren oder Zinsen, an verschiedenen Orten auf der Welt Gewinne erzielt werden. Das Gegenteil von Arbitrage ist die Spekulation.

Aufwertung

Eine Aufwertung (oder Währungsaufwertung) bezeichnet die Erhöhung des nominalen Wechselkurses der eigenen inländischen Währung gegenüber der Mengennotierung einer Fremdwährung.

BaFin

BaFin steht für Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Diese Institution ist als Finanzmarktaufsichtsbehörde für die Kontrolle von deutschen Finanzdienstleistern verantwortlich.

Basispunkte

Ein Prozentpunkt beschreibt den absoluten Unterschied zwischen zwei prozentualen Werten. 100 Basispunkte entsprechen dabei einem Prozentpunkt. Wenn beispielsweise der Zinssatz von 6% auf 7% erhöht wird, spricht man von einer Erhöhung um einen Prozentpunkt.

Bermuda Option

Eine Bermuda Option kann an mehreren, zuvor festgelegten Tagen, ausgeführt werden.

Bonität

Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit bzw. die Rückzahlungsfähigkeit einer natürlichen Person, eines Unternehmens oder eines Staates.

Bullen- und Bärenmarkt

Diese beiden Marktphasen beziehen sich auf die Börse. Der Bulle und der Bär stehen sinnbildlich für steigende und fallende Kurse. In einem Bullenmarkt (franz. Hausse) steigen die Preise am Markt und es liegt großes Vertrauen der Marktteilnehmer auf weiterhin steigende Kurse vor. Der Bulle treibt die Kurse mit seinen Hörnern in die Höhe. In einem Bärenmarkt (franz. Baisse) fallen die Preise am Markt und die Marktteilnehmer blicken pessimistisch in die Zukunft. Der Bär reißt die Kurse mit seinen Klauen in die Tiefe.

Cash Flow

Der Cash Flow fasst die Kapitalein - und Auszahlungen eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums zusammen. Durch die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben lässt sich eine Aussage über die Liquidität treffen.

Chief Financial Officer

CFO ist die Funktionsbezeichnung für einen Finanzvorstand.

Cross Currency Swap

Ein Cross Currency Swap ist ein Währungsswap, der zur Gruppe der Finanzderivate zählt. Dabei werden verschiedenen Währungen zwischen zwei Vertragsparteien ausgetauscht.

Currency-Future

Ein Währungsfuture ist ein handelbarer Kontrakt, der den Preis einer Währung zum Kauf oder Verkauf in der Zukunft definiert. Die beiden Vertragsparteien binden sich an die Bedingungen des Vertrages, können sie aber auch vor Fälligkeitsdatum erfüllen.

Derivat

Bei einem Derivat (lat. derivare für Ableiten) handelt es sich um einen Finanzprodukt, dessen Preis und Entwicklung vom Preis eines anderen Finanzproduktes, zum Beispiel einer Aktie (der sog. Basiswert) abhängt. Mit Hilfe von Derivaten lässt sich in die verschiedensten Anlageklassen investieren, ohne die Basiswerte, die ihnen zugrunde liegen, physisch zu besitzen. In der Regel bilden Derivate die Basiswerte 1:1 ab. Es gibt allerdings auch sogenannte Hebelpapiere (Hebelzertifikate, Optionsscheine), bei denen dies nicht der Fall ist.

Devisen

Devisen sind Fremdwährungen bzw. ausländische Zahlungsmittel. Beispiele für Devisen sind der US-Dollar (USD), die Dänische Kronen (DKK), der Hong Kong-Dollar (HKD), das Pfund Sterling (GBP), der Schweizer Franken (CHF), der Australische Dollar (AUD), der Neuseeland-Dollar (NZD), der Chinesische Renmimbi Yuan (CNY), der Japanische Yen (JPY), die Indische Rupie (INR), der Israelische Schekel (NIS), der Jordanische Dinar (JOD), der Kanadische Dollar (CAD), die Schwedische Krone (SEK) oder der Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE-Dirham).

Devisenabsicherung

Ein Devisenabsicherungsgeschäft wird häufig über Termingeschäfte abgebildet, um den Vertragspartner vor Verlusten durch Währungsschwankungen zu schützen. Das Termingeschäft bzw. der Forward Contract sichert den Zeitraum zwischen dem Geschäftsabschluss und dem Liefer- oder Erfüllungsdatum ab. Bei einer Devisenabsicherung wird in dem Terminkontrakt der Wechselkurs der zwei Währungen, die Höhe und der Erfüllungszeitpunkt definiert.

Devisenbörse

Devisenbörsen ermöglichen das Handeln von Fremdwährungen in standardisierten Mengen. An Devisenbörsen wird der sogenannte Devisenmittelkurs zugrunde gelegt. Es ist genau das Mittel zwischen Kauf- und Verkaufskurs.

Devisenkassageschäft

Ein Devisenkassageschäft ist ein Fremdwährungsgeschäft, welches innerhalb von zwei Werktagen zu erfüllen ist. Der Verkäufer liefert die verkauften Devisen auf das vereinbarte Konto und der Käufer leistet den entsprechenden Gegenwert in Geldmitteln. Anders als bei einem Termingeschäft liegt der Erfüllungszeitpunkt nicht in der Zukunft sondern in der Gegenwart.

Devisenkurs

Ein Devisenkurs beschreibt den aktuellen Kurs einer Fremdwährung gegenüber der inländischen Währung.

Devisenmarkt

Auf dem Devisenmarkt können Marktteilnehmer Währungen in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage kaufen oder verkaufen.

Devisenswapgeschäft

Ein Devisenswapgeschäft ist eine Kombination aus Spotgeschäft und Termingeschäft. Dabei wird ein Devisenkassakauf mit einem Devisenterminverkauf getauscht, oder umgekehrt. Da es sich um ein Termingeschäft handelt, kann bei einem Swapgeschäft von einer Kursabsicherung gesprochen werden.

Devisentermingeschäft

Ein Devisentermingeschäft ist ein Geschäft in einer fremden Währung, welches zu einem späteren Zeitpunkt als ein Devisenkassageschäft erfüllt wird. Es handelt sich um eine Kursabsicherung. Ein Devisentermingeschäft liegt in dem Zeitraum zwischen Geschäftsabschluss und dem Erfüllungstag des Geschäfts. Folglich sichert das Devisentermingeschäft innerhalb einer vereinbarten Vertragsdauer einen festgelegten Wechselkurs ab.

ERP Integration

Bei einer ERP Integration wird mit einer Programmschnittstelle eine Verbindung zwischen einer externen Software und einem unternehmenseigenen ERP System hergestellt. Diese Integration kann den Grad an Personalisierung für Unternehmen um ein vielfaches erhöhen und wichtige Prozesse vereinfacht abwickeln.

ERP System

Ein Enterprise-Resource-Planning (ERP) System ist ein komplexes Anwendungssystem, dass für die Steuerung von Personal, Kapital, Betriebsmitteln oder IT innerhalb eines Unternehmens verwendet wird. In der Regel bieten Software Dienstleister maßgefertigte ERP Lösungen an, die hochgradig personalisiert werden.

Europäische Option

Eine europäische Option kann nur am vereinbarten Fälligkeitsdatum ausgeübt werden kann.

Exotische Währung

Exotische Währungen werden seltener gehandelt, wodurch sie hoch illiquide sind. Das bedeutet, dass nicht jeder Verkäufer unmittelbar einen Käufer für die exotischen Währungspaare am Markt findet. Häufig fallen für eine Überweisung hohe Transaktionsgebühren an, weil der Kauf- und Verkaufskurs sehr weit voneinander entfernt sind (siehe Spread). Exotische Währungen sind zum Beispiel der mexikanische Peso (MXN), der südafrikanische Rand (ZAR), der Singapur-Dollar (SGD), die türkische Lira (TRY) oder der Hong Kong-Dollar (HKD).

Exportkreditversicherung

Unter Exportversicherung fallen die verschiedensten Versicherungsformen, die Exporteure vor dem Ausfallrisiko einer Dienstleistung, Forderung oder Warenlieferung schützen sollen. Man unterscheidet zwischen privaten und staatlichen Kreditversicherungen. In Deutschland ist besonders die staatliche Kreditversicherung von Euler Hermes bekannt.

EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Währungsbehörde der Europäischen Währungsunion und bildet gemeinsam mit den weiteren Zentralbanken der EU-Staaten das Europäische System der Zentralbanken. Aufgaben einer Zentralbank sind die Kontrolle und Überwachung der geldpolitischen Ziele wie Inflation, Preisstabilität und Preisniveau, Vermeidung einer Rezession und Zinspolitik.

FCA

Die Financial Conduct Authority ist die britische Finanzmarktaufsicht. Sie ist für die Regulierung der Finanzdienstleistungsindustrie in Großbritannien verantwortlich.

Feste Wechselkurse

Feste Wechselkurse bedeuten, dass eine inländische Währung immer zu einem festen Kurs gegen eine ausländische Währung, Währungskorb oder Gold getauscht werden kann. Die Zentralbank garantiert dieses Tauschverhältnis durch sogenannte Währungsinterventionen auf dem Geldmarkt. Dabei kauft oder verkauft sie Währungen oder Gold zu einem festen Kurs.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente stellen bei einem Unternehmen einen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen gleichzeitig eine finanzielle Verbindlichkeit dar. Es existiert eine Vielzahl an strukturierten Finanzinstrumenten wie bspw. Anleihen oder Derivate wie Futures, Forwards oder Optionsscheine.

Forward / Deviesentermingeschäft

Ein Forward ist ein nicht börsengehandeltes Termingeschäft und zählt zu der Gruppe der Derivate. Bei einem Forward einigen sich zwei Vertragsparteien auf ein in der Zukunft liegendes Austauschdatum. Das Gegenteil zu einem Forward sind börsengehandelte Futures. Bestandteile eines Forwards sind die Menge eines bestimmten Gutes (Basiswert), der festgelegte Preis (Ausübungspreis) und der Zeitpunkt in der Zukunft (Erfüllungszeitpunkt) an dem der Kauf bzw. Verkauf stattfindet. Mit Hilfe eines Forwards können Wechselkursrisiken eliminiert werden.

Freie Wechselkurse

Freie Wechselkurse werden ausschließlich durch Angebot und Nachfrage nach einer Währung bestimmt und bilden die Mehrheit aller Währungssysteme. Bei freien Wechselkursen greift der Staat nicht ein sondern überlässt die Wechselkurse den freien Schwankungen am Markt.

Fremdwährungen

Eine Fremdwährung bezeichnet alle ausländischen Währungen außerhalb des inländischen Währungsraums. Das Gegenteil dazu bildet die inländische Währung.

Fremdwährungskonto

Sobald ein Unternehmen international tätig ist und Fremdwährungen nutzt, werden Zahlungsein- und ausgänge über ein Fremdwährungskonto abgewickelt.

Futures

Futures sind börsengehandelte Terminkontrakte und bilden den Gegensatz zu Forwards. Bestandteil eines Futures ist der zugrunde liegende Basiswert, die Menge (Kontraktgröße), der festgelegte Kaufpreis, der Erfüllungszeitpunkt und die Art der Erfüllung. Futures können ebenfalls zur Absicherung von Währungsrisiken dienen. Beliebte Futures werden aber beispielsweise auf Erdöl gehandelt (Rohstoff Futures).

Geldpolitik

Geldpolitik ist ein Aufgabenbereich einer Zentral- oder Notenbank. Klassische geldpolitische Maßnahmen sind die Intervention zur Erreichung fester Wechselkurse, die Erfüllung der Inflationserwartung oder die Anhebung des Leitzinssatzes.

Hedging

Ein Hedginggeschäft bezeichnet die Absicherung einer finanziellen Transaktion gegen Risiken wie Preis- oder Wechselkursschwankungen, beispielsweise über Forwards.

Inflation

Inflation bezeichnet die Erhöhung des Preisniveaus von Gütern oder Dienstleistungen und gleichzeitig eine Verminderung der Kaufkraft innerhalb einer Volkswirtschaft. Gemessen wird Inflation anhand eines Warenkorbs oder einem Jahresvergleich der Lebenshaltungskosten.

Inlandswährungen

Eine inländische Währung bezeichnet die Währung innerhalb des eigenen Währungsraums. Das Gegenteil dazu bildet die Fremdwährung.

Kapitalmarkt

Der Kapitalmarkt ist Teil des Finanzmarkts und ist verantwortlich für die mittel- und langfristige Kapitalbeschaffung. Haushalte, Staaten oder Unternehmen können sich Finanzmittel am Kapitalmarkt beschaffen und finanzieren dadurch ihre Einnahmen und Ausgaben. Auch auf dem Kapitalmarkt herrscht das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Neben dem Kapitalmarkt existiert noch der Geld- und Kreditmarkt.

Kassageschäft

Ein Kassageschäft (oder Spotgeschäft) ist ein Handel mit Währungen oder anderen Basiswerten, der innerhalb von 2 Arbeitstagen ausgeführt wird. Hierbei werden die aktuellen Kurse zugrunde gelegt und es findet eine unmittelbare Bezahlung und Lieferung statt.

Kassakurs

Ein Kassakurs (oder Spotkurs) ist der aktuelle Börsenkurs einer Ware oder eines Basiswerts am sog. Kassamarkt. Das Gegenteil eines Spotkurses ist der Terminkurs.

Kaufkurs

Der Kaufkurs (oder Geldkurs) ist jener Kurs, den ein Marktteilnehmer bereit ist für ein Wirtschaftsgut zu bezahlen. Er wird von der Zahlungsbereitschaft der Marktteilnehmer bestimmt. Das Gegenteil zum Kaufkurs ist der Verkaufskurs (oder Briefkurs).

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Kleine und mittlere Unternehmen werden in der Regel über Umsatzerlöse, Bilanzsumme und Beschäftigtenzahl definiert und von großen Unternehmen abgegrenzt.

Kurssicherung

Die Kurssicherung ist eine Absicherung gegen mögliche Verluste bei unvorteilhafter Wechselkursentwicklung. Eine gute und kostengünstige Möglichkeit sich gegen Wechselkursrisiken abzusichern sind Devisentermingeschäfte.

Limitorder

Bei einer Limitorder wird zu Beginn ein Kauf- und Verkaufspreis festgelegt, zu dem die Order ausgeführt werden soll. Zur Veranschaulichung ein kurzes Beispiel: Der GBP/USD wird bei 1,3020 gehandelt. Der Marktteilnehmer möchte allerdings erst ab einem Kurs von 1,3060 kaufen damit seine Gewinnmarge nicht verringert wird. Das ist durch eine Limitorder problemlos möglich und kann auf diese Weise gegen unvorteilhafte Marktbewegungen schützen.

Liquidität

Liquidität bezeichnet die freien Zahlungsmittel, welche für Investitionen, Auszahlungen oder Rückzahlung von Krediten zur Verfügung stehen. Ein stabiles Liquiditätsmanagement ist für jedes Unternehmen unverzichtbar.

Liquiditätsprobleme

Liquiditätsprobleme sind finanzielle Engpässe und können sich negativ auf Investitionen oder die Rückzahlung von Krediten auswirken.

Marge

Als Marge wird der Gewinn eines Geschäfts bezeichnet. Man kann diese als Spielraum zwischen dem Einkaufspreis und dem Verkaufspreis sehen.

Marktpreisorder

Ein Marktpreisorder ist eine Art Hilfsmittel, welches beim Währungsumtausch anwendung findet. Eine Marktpreisorder erlaubt es den Marktteilnehmern, eine Währungstransaktion zu einem bestimmten Wechselkurs und in einer bestimmten Wechselkursspanne durchzuführen. Dadurch kann eine negative Auswirkung der Wechselkursschwankungen weiter minimiert werden. Es existieren Limit Orders und Stop-Loss Orders.

MiFID

MiFID steht für Markets in Financial Instruments Directive und ist eine europäische Finanzmarktrichtlinie. Es existiert MiFID I und MiFID II. MiFID I beinhaltet insbesondere eine Verbesserung des Anlegerschutzes, die Reformierung von OTC-Geschäften, die Regulierung von Finanzmarktteilnehmern und eine Liberalisierung des Börsenhandels. Grund für den Entwurf war die Erkenntnis, dass private Anleger nach der Finanzmarktkrise 2008/9 besser geschützt werden müssen. MiFID II hat eine verschärfte Regulierung des Wertpapierhandels zum Ziel.

Mittelkurs

Der Mittelkurs ist das arithmetische Mittel zwischen Geld- und Briefkurs.

Option / Optionsschein

Der Besitzer einer Option hat das Recht, aber nicht die Pflicht, eine Ware an einem späteren Zeitpunkt zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen gehören übergeordnet zu den Termingeschäften und somit in die Gruppe der Derivate. Eine Kaufoption nennt sich Call-Option, eine Verkaufsoption nennt sich Put-Option. Der Ausübungspreis, zu dem der Besitzer kaufen oder verkaufen kann, nennt sich Strike. Weiterhin unterscheidet man hinsichtlich der Ausübungszeitpunkte

OTC Handel

OTC ist die Abkürzung für “over the counter” und meint den außerbörslichen Handel mit Finanzprodukten. Hierbei findet die Transaktion unmittelbar zwischen den Marktteilnehmern statt und wird nicht über die Börse abgewickelt.

Peer-to-Peer Payment

Peer-to-Peer Anwendungen sind eine unmittelbare und schnelle Möglichkeit Zahlungen von einer Person zu der anderen auszuführen. Dabei wird der Geldtransfer direkt zwischen Zahlungsabsender und Zahlungsempfänger abgewickelt und ist sofort verfügbar.

Pips

Pip steht für “percentage in point” und wird als Einheit für die Preisänderungen im Devisenhandel verwendet. Ein Pip ist die vierte Nachkommastelle im Wechselkurs. Eine Veränderung von einem Pip wäre wie folgt von 4,2500 EUR/USD auf 4,2501 EUR/USD.

PSD2

PSD steht für “payment services directive” und ist eine EU Richtlinie (PSD, 2007/64/EC) zur Regulierung von Zahlungsdiensten und Zahlungsdienstleistern innerhalb der EU und dem EWR. Dadurch soll der Wettbewerb von Fintechs und anderen alternativen Dienstleistern zu Banken gestärkt werden. PSD2 wurde verabschiedet, um die Verbraucher besonders bei Online- und Mobilfunkzahlungen besser zu schützen und einen digitalen Binnenmarkt innerhalb der EU zu ermöglichen.

Risikominimierung

Risikominimierung ist Teil des Risikomanagements und kann besonders für internationale Unternehmen starke Auswirkungen auf die Planungssicherheit haben. Eine Möglichkeit der Risikominimierung ist die Absicherung der Fremdwährungsgeschäfte über Terminkontrakte.

SEPA

SEPA steht für “single euro payments area” und möchte einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum schaffen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr und der europäische Binnenmarkt sollen dadurch gestärkt werden. Es sind Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen möglich. Die Kosten einer SEPA Überweisung orientieren sich an den normalen Gebühren für eine Inlandsüberweisung. Mitgliedsstaaten ist die Europäische Union, die Europäische Freihandelsassoziation, Monaco und San Marino.

Spread

Der Spread ist die Spanne bzw. Differenz zwischen Kaufkurs (Geldkurs) und Verkaufskurs (Briefkurs) eines Währungspaares. Beliebte Währungspaare haben in der Regel einen kleineren Spread, weil der Handel mit ihnen sehr liquide ist. Der EUR/USD Spread beispielsweise ist nicht größer als 1 Pip. Exotische Währungen hingegen haben häufig einen größeren Spread.

Strike

Hierunter versteht man einen festgelegten Preis, zu dem der Käufer eines Optionsscheins den Basiswert kaufen (Call) oder veräußern (Put) kann.

Stop-Loss Order

Der Stop-Loss Order bezeichnet einen Kundenauftrag an eine Bank, bei dem man ein bestimmtes Wertpapier verkaufen kann, sobald ein gewisser Kurs unterschritten wird. Der aktuelle Kurs des EUR/USD steht in diesem Beispiel bei 1,800 und darf die Marke von 1,790 nicht unterschreiten. Eine Stop-Loss Order würde folglich bei 1,790 die Position automatisch verkaufen und das Unternehmen hätte dadurch mehr Plaungssicherheit gewonnen.

Swap

Bei einem Swap werden derivate Zahlungsinstrumente gegeneinander ausgetauscht.

SWIFT

SWIFT steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication und ist eine Organisation die den Transaktionsverkehr von weltweit mehr als 10.000 Banken über ein Telekommuniktionsnetz (SWIFT-Netz) standardisiert hat. Durch SWIFT-Nachrichten können Überweisungen schneller und sicherer ausgeführt werden.

Terminbörse

An einer Terminbörse oder Derivatebörse werden ausschließlich Terminkontrakte in der Zukunft (Futures und Optionen) gehandelt. Das Gegenteil zur Terminbörse ist die Kassabörse, an ihr werden nur tagesaktuelle Geschäfte abgewickelt.

Termingeschäft

Ein Termingeschäft steht im allgemeinen für ein Geschäft das in der Zukunft stattfindet. Der Terminhandel kann dabei entweder über die Börse oder außerbörslich im OTC-Handel stattfinden. Siehe Devisentermingeschäft.

Terminmarkt

Auf dem Terminmarkt treffen das Angebot und die Nachfrage nach Termingeschäften aufeinander. Die Erfüllungszeitpunkte dieser Geschäfte liegen in der Zukunft. Das Gegenteil zum Terminmarkt ist der Kassamarkt.

Transaktionsgebühren

Transaktionsgebühren entstehen sobald der Zugang zu einem Markt erfolgt und richten sich sehr stark nach der Institution die den Zugang zu dem Markt möglich macht.

Treasury

Eine Treasury-Abteilung beschäftigt sich hauptsächlich mit der Vermeidung finanzieller Risiken. Dabei kann es sich um Währungs- oder Zinsrisiken handeln. Treasury-Abteilungen sind gleichzeitig mit der Absicherung solcher Risiken vertraut. Zu weiteren Aufgaben im Treasury gehören die Finanzplanung oder die Untersuchung von Zahlungsströmen. Häufig werden diese Aufgaben innerhalb eines Treasury Management Systems (TMS), ein speziell konzipiertes ERP System, verwaltet.

Verkaufskurs

Der Verkaufskurs (Briefkurs) bezeichnet den Kurs zu dem ein Marktteilnehmer seinen Basiswert verkaufen möchte.

Volatilität

Volatilität beschreibt die Schwankungen von Wechselkursen, Aktienkursen, Renditen oder anderen ökonomischen Größen.

Währungspaare

Ein Währungspaar setzt sich aus zwei verschiedenen Währungen zusammen. 1,345 EUR/USD z.B. gibt an, wie viele Dollar gegen 1 Euro getauscht werden können. Beliebte Währungspaare sind beispielsweise: Euro/US-Dollar (EUR/USD), US-Dollar/Yen (USD/JPY), Pfund Sterling/US-Dollar (GBP/USD), US-Dollar/Schweizer Franken (USD/CHF).

Wechselkurse

Ein nominaler Wechselkurs beschreibt das Austauschverhältnis zwischen einer inländischen und einer ausländischen Währung. In Europa ist der Ausdruck in Form der Mengennotierung, z.B. Dollar je Euro, üblich.

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